Fette

Nahrungsfette bestehen zum Größten Teil aus Glycerin und Fettsäuren. Fettsäuren kommen gesättigt, einfach ungesättigt oder mehrfach ungesättigt vor. Zusätzlich enthalten Nahrungsfette Sterine (Cholesterin, Phytosterine) und die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Fette enthalten hohe Mengen an Energie und liefern pro Gramm 9 Kilokalorien.

Menschen mit leichter körperlicher Aktivität sollten eine Fettmenge von 25 – 30 % der täglichen Gesamtenergiezufuhr zu sich nehmen. Bei hoher Muskelarbeit (Leistungssportler, Schwerstarbeiter) kann der Fettanteil der Nahrung auf 40 % erhöht werden.

Dieses Nahrungsfett sollte sich zu mindestens 1/3 aus einfach ungesättigten Fettsäuren und jeweils 1/3 aus gesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammensetzen.

Empfohlene Menge Fettsäuren Vorkommen
mindestens ein Drittel einfach ungesättigte Fettsäuren z.B. in Oliven- und Rapsöl, Erdnüsse
maximal ein Drittel mehrfach ungesättigte Fettsäuren z.B. in Sonnenblumenöl, Sojaöl, Kürbiskernöl, Leinöl, Fettfisch, Avocados, Haselnüsse, Walnüsse
maximal ein Drittel gesättigte Fettsäuren vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Wurstwaren, fettreichem Fleisch, Schmalz, Speck, fettreichen Milchprodukten, Butter

Tierische Fette enthalten einen Begleitstoff, der es in sich hat: Das Cholesterin – eine zu hohe Aufnahme kann schädlich sein. Ist sein Gehalt im Blut zu hoch, bilden sich leichter Ablagerungen an den Blutgefäßen und das Risiko für Herzinfarkt steigt.
Gesättigte Fettsäuren können den Cholesterinspiegel (LDL) erhöhen und die Entstehung von Herzinfarkt begünstigen. Dagegen kann eine erhöhte Zufuhr von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren das Erkrankungsrisiko senken.

Ungesättigte Fettsäuren hingegen  senken das ungünstige LDL-Cholesterin.

Das heißt also, weniger tierische Fette und mehr pflanzliche Öle. Neben der Ernährung ist aber auch körperliche Bewegung für die Regelung der Blutfettwerte wichtig.