Lebensmittelallergie

Eine Lebensmittelallergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf ein fremdes Eiweiß aus einem Lebensmittel. Dieses Eiweiß wird als Allergen bezeichnet.

Die Symptome einer Lebensmittelallergie können unterschiedlich sein. Oft kommt es zu Hautausschlag, Juckreiz oder Schwellungen in Mund oder Hals, die bereits kurz nach dem Verzehr auftreten. Seltener sind die Atemwege betroffen (Schnupfen, Asthma) und manchmal kommt es zu allergischen Reaktionen im Magen-Darm-Trakt wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung.

Allergische Reaktionen erfolgen nie beim ersten Kontakt mit einem Lebensmittel. Erst ein mehrfacher Kontakt mit dem Allergen bewirkt eine Sensibilisierung des Organismus. Beim erneuten Kontakt mit dem Allergen genügen manchmal schon allerkleinste Mengen, um eine schwere allergische Reaktion auszulösen.

Die häufigsten Allergieauslöser

Welches die häufigsten Allergieauslöser sind, hängt nicht nur vom Lebensmittel, sondern auch von Essgewohnheiten, Zubereitungsformen, lokalen Präferenzen und dem Lebensalter der Betroffenen ab. So zählen in Amerika Erdnüsse und in Asien Fisch und Reis zu den häufigsten Allergieauslösern.

In Deutschland gelten je nach Alter Milch, Ei, Fisch, Soja, Nüsse, rohe Obst- und Gemüsesorten, Gewürze und Getreide als häufigste Allergieauslöser: Etwa 75 Prozent der lebensmittelallergischen Reaktionen bei Kindern stehen beispielsweise im Zusammenhang mit dem Verzehr von Ei, Erdnuss, Kuhmilch, Fisch und bestimmten anderen Nüssen.

Etwa 50 Prozent derartiger Allergien bei Erwachsenen sind auf Früchte wie Kiwi, Banane, Apfel, Birne, Pflaume und Gemüse wie Karotte und Sellerie sowie bestimmte Nüsse und Erdnüsse zurückzuführen. (Quelle: BMELV)

Die einzig wirksame Therapie besteht im Weglassen all der Lebensmittel, die diesen Auslöser enthalten (die Karenz). Diese Karenzkost kann je nach Auslöser auf ein einzelnes Lebensmittel begrenzt (Apfelallergie) sein oder eine ganze Lebensmittelgruppe (Milch- und Milchprodukte) betreffen.